Die Drohung der Stadtverwaltung aus dem letzten Jahr wird umgesetzt: Ab Mai soll am Rheinufer das Grillen grundsätzlich verboten sein. Ausnahmen hiervon darf der Gründezernent festlegen. Nach aktuellem Stand soll das Grillen dann auf der Spitze der Ingelheimer Aue, auf dem Parkplatz neben der Theodor Heuss Brücke und dem Spielplatz auf der anderen Seite der Brücke erlaubt bleiben.
Noch steht eine Zustimmung des Stadtrats zu der Verbots-Grünanlagensatzung aus.
Ein Teil der Anwohner (insbesondere der Taunusstraße) hat seine Interessen damit schon fast komplett durchgesetzt.
Wir haben schon im letzten Jahr appelliert, die Abwägung nicht einseitig zulasten der Grillfreunde ausgehen zu lassen. Eine zeitliche Begrenzung des Grillens wurde aber als zu kontroll-intensiv abgelehnt. Warum ein totales Grillverbot weniger kontroll-intensiv ist wurde natürlich nie dargelegt. Nun ist eingetreten, was wir befürchtet hatten - die zugestandenen Grillplätze sind unattraktiv und vor allem von der Neustadt aus abgelegen. Griller sollen nun im Schatten der T.H.-Brücke sitzen. Unmittelbar angrenzend sind die beiden Beach-Clubs und die stark befahrene Straße mit ihren Abgasen. Der Parkplatz bietet nicht wirklich Wohlfühl-Atmosphäre. Es gibt auch keinen Grund für eine derart große Entfernung zwischen Grillplatz und Taunusstraße. Was ist eigentlich so schlimm an Grillgerüchen?! Die Belästigung ist ab einer geringeren Entfernung als jetzt vorgesehen zu vernachlässigen. Tausende von Autos fahren jeden Tag bis zur Kreuzung Rheinstr. / Kaiserstraße und verpesten die Luft - aber die Griller sollen bitte am Brückenpfeiler bleiben?!
Deshalb fordern wir eine Rückkehr auf den Boden der Realität - zugunsten der jungen Mainzer sollte diese Gängelung durch Grillverbotsaktivisten auf das für einen gerechten Ausgleich erforderliche Maß zurückgenommen werden. Das Rheinufer ist kein Privatgelände sondern gehört der Öffentlichkeit!