11.2.07

Immobilienprojekte in der Mainzer Altstadt - Entwicklungen

In der Mainzer Altstadt stehen in den nächsten Jahren einige bauliche Veränderungen an, die das Gesicht des Stadtteils verändern werden.

Am Hopfengarten entsteht ein baulicher Abschluss für den bislang offenen und als Parkplatz genutzten Platz. Ein Gebäude-Riegel wird diesen in Zukunft vom Lärm der viel befahrenen Holzhofstraße abschirmen. Geplant ist eine Wohnnutzung, eventuell im Rahmen eines Mehrgenerationenhauses. Bauherr ist die MAG. Lange war die Art der Bebauung umstritten. Vor kurzem ist die Entscheidung gefallen. Die Idee eines turmartigen Gebäudes wurde aufgegeben. Die Fußgängerbrücke wird möglicherweise durch einen Zebrastreifen ersetzt.

Am Winterhafen entstehen hochpreisige Eigentumswohnungen. Streitpunkt ist die Zukunft des KUZ, wenn in unmittelbarer Nähe Wohnbebauung entsteht (siehe Link).

Die ehemalige JVA in der Diether-von-Isenburg-Straße sollte an einen Investor veräußert werden. Diese Hoffnungen haben sich zuletzt in Luft aufgelöst, ohne dass die Hintergründe öffentlich wurden. Jetzt soll ein landeseigener Betrieb das Gebäude sanieren und einer Büronutzung zuführen.

Der Eingang der Altstadt, der Münsterplatz, soll wieder in altem Glanz erstrahlen. Das traurig anmutende entrée zu Stadt besticht noch durch einfallslose 50er-Architektur. Die jetzt von der CDU Mainz angestoßene Debatte zur Aufwertung des Areals erfordert jedoch einen langen Atem. Ohne die Grunstückseigentümer wird es nicht gehen. Angedacht ist die Ausweisung eines Sanierungsgebiets.

Die Neutorstraße, vormals und teilweise immer noch von zweifelhaftem Ruf, soll durch die Erweiterung der Bepflasterung Fußgängerzonen-Charakter bekommen und so die Innenstadt näher an den Rhein bringen.

Der Architekten- und Investorenwettbewerb zum Dahlberger Hof, schönster aber jüngst heruntergekommenerMainzer Adelspalais, ist zuende. Die Siegerentwürfe sehen hauptsächlich Wohnnutzung vor. Der Innenhof könnte demnach ein kleiner grüner Park werden. Manche Pläne sehen vor, den Park "tieferzulegen". Bisher beherbergt der Dahlberger Hof das Peter Cornelius Konservatorium. Dieses zieht bald in einen Neubau vor das Parkhaus am Taubertsberg. Die Stadt kann sich Unterhalt und Sanierung des Hofes nicht mehr leisten. Der sichtbare Verfall dieses Kleinods ist jammerschade. Der Hof punktet mit guter Lage, ist aber nur durch Nebenstraßen mit miserabler Verkehrsführung zu erreichen.