Zu einem Ausbau der Müllverbrennung kommt es nach Plänen der Firma Infraserv. Zukünftig sollen 100.000 t Müll im Jahr den Erdgas-Anteil des Kraftwerks im Industriepark Kalle-Albrecht reduzieren. Der Müll soll aus nahegelegenen Landkreisen über bis zu 100km herangeschafft werden.
Der Standort der Verbrennungsanlage ist auf Amöneburger Gemarkung, nahe Mainz.
Die deutschen Müllverbrennungskapazitäten sind in den vergangenen Jahren weit über Bedarf ausgebaut worden, weshalb Deutschland mittlerweile ein großer Müll-Importeur ist. Müll wird mit Lastwagen über Hunderte von Kilometern transportiert. Deutschland importiert auch in großem Stil gefährlichen Giftmüll. Erst neulich sorgte ein Fall für Aufmerksamkeit, weil sich die Bürger in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage gegen den Import von 20.000 t hochgiftigen Sondermülls aus Australien ausgesprochen hatten.
Die Gesamtklimabilanz der Müllverbrennung gehört auf den Prüfstand. Nur die massive Subventionierung von Müllverbrennungsanlagen hat dazu geführt, dass jetzt durch weite Mülltransporte die Umwelt belastet wird. Es ist auch nicht einzusehen, dass Deutschland zur weltweiten Mülldeponie Nr. 1 wird. Sondermüll ist dort zu entsorgen, wo er anfällt. Die Politik trägt mit ihrer blauäugigen Politik des Ausbaus der angeblich umweltfreundlichen Müllverbrennung die Verantwortung dafür, dass hierzulande in großem Umfang Schadstoffe in die Atmosphäre gepustet werden.