Nachdem die Fertigstellung oft genug verschoben wurde, liegt mittlerweile das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten vor, das den möglichen Verkauf städtischer Beteiligungen unter die Lupe nimmt.
Schon fast vergessen ist die Einigung der "Konsensparteien", durch Verkauf städtischen Eigentums 200 Mio. € vom drückenden Mainzer Schuldenberg abzutragen und dass Stadtdefizit auf Null zurückzuführen.
Neben einer Veröffentlichung des Gutachtens im Internet sollte nun endlich der Verkauf der Wohnbau oder Teile ihres Immobilienvermögens in Angriff genommen werden. 13.000 Wohnungen stehen in ihrem Eigentum. Eine Stadt ist aber kein Immobilienfonds, dessen Aufgabe es ist, Wohnraum zu bewirtschaften. Bis auf einen kleinen Teil der Wohnungen, die für finanz-schwache Bürger vorgehalten werden, sollten die Wohnungen auf den freien Markt gebracht werden. Dabei kann ein Paketverkauf an einen Investor erfolgen. Vorzuziehen wäre es jedoch, den aktuellen Mietern den Erwerb ihrer Wohnungen zu günstigen Preisen anzubieten. Es spricht vor dem Hintergrund der aktuell immer noch niedrigen Zinsen viel dafür, dass auf diese Weise eine Menge Wohnungen an Mainzer Bürger abgesetzt werden könnten. Als Anreiz könnten Sanierungen durchgeführt werden. Trotz des Verkaufs zu günstigen Preisen ließe sich so noch immer mehr Geld einnehmen als durch einen Paketverkauf, bei dem es zu Preisabschlägen kommen würde. Nachteil wäre der hohe Verwaltungs- und Zeitaufwand. Der würde sich aber lohnen!