Der Umweltdezernent der Stadt Mainz, Wolfgang Reichel, CDU, hat sich auf der Veranstaltung der Kommunalpolitischen Vereinigung Mainz (KPV) am vergangenen Mittwoch zur Einführung von Umweltzonen in Mainz geäußert.
Danach wird der Stadtvorstand zunächst die Erfahrungen anderer Städte abwarten, bevor er die Einführung von Umweltzonen in der Mainzer Alt- und Neustadt in Erwägung zieht. Zu denken habe ihm der Besuch von US-Präsident George Bush Jr. in Mainz gegeben, an dem trotz minimalem Autoverkehr in der Stadt die Messstationen Rekordwerte gemessen hätten.
Die abwartende Haltung ist sehr zu begrüßen. Bisherige Erfahrungen in Köln und anderen Städten mit Umweltzonen deuten darauf hin, dass ohnehin großzügig Ausnahmegenehmigungen für umweltschädliche Fahrzeuge ausgegeben werden. Vor diesem Hintergrund droht, dass ein minimaler Vorteil bei der Luftreinhaltung mit einem großen Aufbau an Bürokratie und unnötigen Kosten für die Bürger erkauft wird.