Die Junge Union Mainz (JU) hat am Rande des Politischen Aschermittwochs der CDU Mainz mit einem Vorschlag für eine alternative Finanzierung für das Fußballstadion des FSV Mainz 05 Aufsehen erregt.

Die JUler mit Christian Baldauf, Chef der Landes-CDU
Die JU stieß mit ihrem Vorschlag, die 05-er Fans ebenso wie interessierte Bürger mittels einer Stadion-Aktiengesellschaft (AG) an der Finanzierung zu beteiligen, auf große Zustimmung unter den ca. 300 Teilnehmern der Veranstaltung. Der Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, Wolfgang Bosbach und die Kreisvorsitzende Dr. Andrea Litzenburger begrüßten die Idee im Grundsatz.
Nico zeigt der Mainzer CDU-Vorsitzenden
Andrea Litzenburger eine symbolische Aktie
Nach dem JU-Vorschlag sollen der FSV Mainz 05 und Sponsoren eigene Mittel in eine zu gründende Stadion AG einbringen. Die Fans könnten Aktien zeichnen und sich so finanziell an dem Stadion beteiligen. Anstatt als Zinsen an die Bank gezahlt zu werden könnten die Gewinne aus dem Stadionbetrieb als Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Ein Teil der JUler posiert vor dem Stand
Bei einer Befragung der Gäste der CDU-Aschermittwochs-Veranstaltung erklärten sich 48 % der Befragten dazu bereit, selbst Aktien der Stadion-AG mit einem Durchschnittswert von 548,49 € zu zeichnen. Hochgerechnet auf die Mainzer Stadtbevölkerung von knapp 200.000 Einwohnern ergibt diese eine rechnerische Größe von 50,7 Mio. €. Die Stadt rechnet nach aktuellem Stand mit einem Gesamtbedarf von 60 Mio. €.

Max Gehrmann mit Bürgermeister Norbert Schüler
Aber auch schon bei geringerer Beteiligung kämen beachtliche Summen zustande: Würden sich beispielsweise 30.000 Fans mit je 700 € beteiligen, käme eine Summe von 21 Mio. € zusammen. Als Renditeziel kommt eine jährliche Dividende von etwa 3 % in Betracht.
Eine Entlastung des städtischen Säckels ist dringend geboten. Die Argumentation, dass ein Großteil des städtischen Anteils an der bisher vorgesehenen Stadionfinanzierung haushaltsneutral ist, lässt sich angesichts der bevorstehenden Einführung der Doppik nicht halten. Die kaufmännische Buchführung wird aufzeigen, dass die tatsächliche Belastung des städtischen Haushalts durch das Stadionprojekt beachtlich höher ist als OB Beutel und Finanzdezernent Merkator heute vorrechnen.
Der Ausgangspunkt der Überlegungen für ein alternatives Finanzierungskonzept: Die Stadt Mainz ist hoch verschuldet. Durch die jetzt vorgesehene Stadionfinanzierung würden weitere Millionenschulden auf dem schon maroden Haushalt lasten.